Archiv des Autors: Jürgen R. Weber

Über Jürgen R. Weber

Jürgen R. Weber wurde in Hamburg geboren und wollte in jungen Jahren Heldentenor werden. Da er aber Bariton und zudem sängerisch unglaublich unbegabt war, studierte er bei Götz Friedrich Musiktheater-Regie. Nachdem er das Studium mit einer etwas exzentrischen, eigenen Fassung von “Die lustige Witwe” abgeschlossen hatte, komponierte er Musik für Werbefilme (”Tesakrepp Fensterdicht”). Für eine freie Gruppe schrieb und inszenierte er die Biopera “Die Rose des Himmels” über das Leben von Claudio Monteverdi. Dann wandte er sich dem Fernsehen zu um dort keine Opern sondern Seifenopern wie “GZSZ” und “Sturm der Liebe” zu spielleitern. Verschiedenen Arztserien diente er als Regisseur und Autor und auch das Serienentwickeln, (”Verliebt in Berlin”), konnte er nicht lassen. Daneben frönte er auch dem pädagogischen Eros und war u.a. Dozent für Regie an der Universität der Künste Berlin. Nach verschiedenen Kinderserien (”Die Graslöwen”, “Siebenstein”, “Löwenzahn reloaded”) zog es ihn schließlich wieder unbarmherzig zum Musiktheater und er inszenierte in Erfurt “Die Leiche im Sack”, in Leipzig “Der Graf von Luxemburg” und in Chemnitz die „Rose vom Liebesgarten“.Er inszenierte „Robin Hood“ in Erfurt „Die Lustige Witwe“ in Würzburg und „Swanhunter“ in Chemnitz. 2013 übernahm er bei der erfolgreichen Uraufführung von "MOLLY EYRE", von Tamsin Kate Walker die Regie und Ausstattung. Er arbeitet an der Musik und dem Libretto der Musicals "OKTOBERFEST" und "4Groschenoper". Außerdem schreibt und komponiert er regelmäßig für seine Zombie-Oper "WTF or a male feminists rape fantasy", vom dem Teile im September 2012 im Ballhaus Rixdorf in Berlin aufgeführt wurden. Bei der Inszenierung von DER TRAUM EIN LEBEN 2014 an der Oper Bonn war er nicht für die Regie verantwortlich, sondern übernahm auch die Rolle des "Mannes vom Felsen". Danach inszenierte er dort DIE WINTERREISE und HOLOFERNES. In Oldenburg inszenierte er HERCULES. Dabei übernahm Jürgen auch Bühnenbild und Kostüme. 2017 inszeniert er bei den Domstufenfestspielen Erfurt IL TROVATORE von Giuseppe Verdi. 2018 wird er die von ihm und Charles Hart geschriebene Oper MARX IN LONDON in Bonn inszenieren.

The age of aquarium!

Some weeks ago director Jürgen R. Weber aka Ludwig Grubert is trying for the first time, (with help from Hank Irwin Kittel),  his fall in the DER TRAUM EIN LEBEN – Aquarium & the artificial blood…

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Dr. Bernd und Cecilie Kregel im WELTEXPRESS

Dr. Bernd und Cecelie Kregel sind im Wletexpress voll des Lobes.

Hier einige schöne Auschnitte:

Traumhaftes Feuerwerk

(…) Eine knallbunte Märchenwelt, die Regisseur Jürgen E. Weber vor dem Hauptakteur ausbreitet, unterstützt von einem üppigen Bühnenbild (Hank Irwin Kittel), phantasievollen individuellen Kostümen (Kristopher Kempf) und den dazu passenden Lichteffekten (Max Karbe).

Streben nach Macht und Liebe

Im Rausch der Farben und Motive lässt die Regie den moralischen Aspekt, besser im Lande zu bleiben und sich redlich zu nähren, zunächst außen vor. Webers Konzept zielt vielmehr auf sinnenfreudige Unterhaltung. Und darin enthalten die Erkenntnis, dass es sich beim Streben nach Macht und Liebe um eine die Zeiten übergreifende anthropologische Grundkonstante  handelt. (…)

Als Augenschmaus und Gipfel orientalischer Prachtentfaltung dient der von Chor (Volkmar Olbrich) und Statisterie des Theaters Bonn unterstützte triumphale Einzug des künftigen Königspaares auf einem lebensgroßen Nilpferd und Nashorn. (…)

Am Ende deutet alles darauf hin, dass der Traum im Albtraum endet.

Doch dazu lassen es Braunfels und Weber nicht kommen. Sie führen Rustan nach bösem Erwachen zurück zu seinem Ausgangspunkt, wo dieser um einige Erkenntnisse reicher in seine frühere Lebenswirklichkeit zurück findet. Symbolisch dafür das halbe Herz, das Mirza hoffnungsvoll an die Wand malt und das von Rustan ohne zu zögern zu einer Einheit vervollständigt wird.

Spielerische Leichtigkeit

Eine Inszenierung, die sich nicht zuletzt in ihrem spritzig-augenzwinkernden Humor als sinnliches Erlebnis präsentiert.  Allein die jeweils eingeblendeten Szenen-Überschriften tragen mit ihrer ironischen Distanz dazu bei. Bis hin zur in der Projektion dick aufgetragenen Ankündigung vom „Ende“, die das Publikum für einen kurzen Augenblick in eine Kino-Vorstellung hinein versetzt und den abschließenden Beifallssturm des Premierenpublikums schon einige Takte vor dem Schlussakkord freisetzt.

(…)

A review…

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© Barbara Aumüller

Stefan Schmöe wrote a lengthy review for the  Online Musikmagazin

Some excerpts:

The amazing thing is that the different layers come together to create a crazy Gesamtkunstwerk, which  constanly pokes fun at itself while being indisputable fascinating. There’s no question that it is over-the-top, bizarre, megalomania (…) it is a theatre experience of a special kind.

Audacity wins: Director Jürgen R. Weber and his team cleverly set Braunfels‘ strangely anachronistic opera with its flood of giant images and ideas somewhere between a deeper meaning and higher nonsense, and can rely on a strong ensemble and an exceptional conductor.

Die zweite Vorstellung war interessant…

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© Barbara Aumüller

Am Sonntag 6. April um 18 Uhr Runde 2! Der Regisseur war anwesend. (Und gab keine  Autogramme, da ihn niemand zum Bier eingelden hat…)

Es wardiesmal blutig! (Bei der Premiere gab es da ein kleines technisches Problem)…

Bis zum 12.!

 

 

Kritik vom Opernfreund…

Christoph Zimmermann schreibt ausführlich im Opernfreund…

Wer ein paar Ausschnitte lesen will: Voila!

(…)

Die Handlung der Oper ufert mitunter etwas aus, der leicht wagnernd wirkende Text ebenfalls. Mit Kürzungen wäre dem freilich nicht beizukommen. Regisseur JÜRGEN R. WEBER macht hingegen etwas schier Geniales, auch wenn sein Konzept keineswegs neu ist. Er transferiert die Begebenheiten ins Theatermilieu.

(…)Man könnte die Story fraglos mit einem mehr ernsten, strengen Unterton erzählen, Weber setzt indes auf Unterhaltung. In ihrer visuellen Fülle überwältigt seine Inszenierung, witzige Surtitles unterstreichen ihren ironischen Tonfall. Das Ganze gerät zu einer nachgerade irrwitzigen Show. Kommt Braunfels dabei zu kurz? Nein! Den komödiantischen Eruptionen des Komponisten wird fraglos sehr kompakt, aber auch feinsinnig und hintergründig entsprochen. In summa: ein toller Abend (durchaus für Jung und Alt) – und hoffentlich Initialzündung für weitere Braunfels-Aktivitäten.

 (…) Für alle riesiger Premierenbeifall. (…)