Archiv der Kategorie: Probentagebuch

Probentagebuch 13.März 2014

Heute früh wieder etwas „durchgewurstelt“. Anfang 3. Akt ohne Manuela und Anjara. Babsi, die Assistentin musste wieder Gülnare, die Prinzessin spielen. Am Ende wieder viele Kampfszenen. Wer fällt durch wessen Schwert? Koordination und Physis. Es wird in dieser Oper eine Menge verlangt.

Aber das ist auch der Spaß. Abends nach der etwas weniger wursteligen Chor-Probe des 2. Akt Finales, beim durchzappen, während ich mir Kartoffelchips von Netto mit Käsedip auf der Zunge zergehen lasse, Bruce Willis in „Die Hard with a Vengeance„. Auch da Physis, Blut, Kampf, Schweiß etc.

Es ist etwas von „Die Hard“ in unserer Produktion… Und hier ein Probenfoto. Die Tiere und die Choristen sind harmlos, wenn man sie regelmäßig füttert.

Blogfoto verbessert

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Probentagebuch Donnerstag 13. März 2014

Gestern viel geprobt. Mit Chor. Vieles klärt sich eher mühsam. Viele Requisiten und Bühnenbildfragen. „Wie gelangt das Schwert an diesen oder jenen Platz.“ Immer wieder wichtige Fragen von Endrik über den Seelenzustand unseres Protagonisten. Hier ein paar Probenimpressionen.

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Währendessen in Berlin ein Beitrag im chased magazine .

Probentagebuch Dienstag 11.3.2014

Nach der Probe am letzten Samstag haben wir, zumindest was die Solisten betrifft, den ganzen Traum einmal „durchgestellt“. Leider ist Manuela im Moment für ein paar Tage ausser Gefecht gesetzt, sodass wir ohne sie proben müssen. Von hier aus Mal gute Besserung!!! Heute hatten wir früh eine Requisitenbesprechung . Tonnen von Schwertern, Speeren, Zetteln, Stiften, Apfelbäumchen, Federn, Klavierauszügen etc. werden gebraucht und müssen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort liegen.

Und hier mal ein Plan…

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Und dann der Bau. Heute zum ersten Mal auf der Bühne!

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Probentagebuch Freitag 7. März 2014

Gestern haben wir mit Manuela die Schluss – szene geprobt. Das Ende der Oper, das bei Vielen eher Skepsis ausgelöst hatte, funktioniert wunderbar. (zumindest auf der Probebühne). Ich erinnere mich wie Ulf Schirmer, der mit dem Gedanken gespielt hatte den TRAUM in Leipzig zu machen, mich fragte wie ich denn die schwache Schluss-Szene inszenieren wolle. Ich selber hatte die Szene nie als schwach empfunden, war mir aber auch nicht ganz klar wie ich mit dem eher undramatischen Ende umgehen sollte. Als ich bei einem Treffen mit  Rose Bartmer, unserer Musik-Theater-Pädagogin, und einem Dutzend Jugendlicher um die 15 Jahre, über Braunfels und DER TRAUM EIN LEBEN sprach, merkte das einzige Mädchen in der Runde etwas an: Sie sagte, dass es doch ungewöhnlich sei, dass in einer Oper, die nicht per se eine komische sei, niemand sterbe und es am Ende auch keine lauten Töne gebe. Tatsächlich ist das versöhnliche und unhysterische Finale für den modernen, in tausend Konflikten stehenden Menschen, befremdlich. Nun haben wir versucht genau das auf der Bühne umzusetzen. Mal sehen ob es auch für die ZUschauer funktioniert.

Interessant war gestern auch eine Soloszene für Manuela, wo wir fast auf jede Aktion verzichten und nur den Gesang im Raum wirken lassen. Manchmal ist Inszenieren die Kunst des Weglassens.

Die absolut komischsten Szenen waren aber Szenen der Irritation, wo einige Darsteller weiterspielen, andere aber etwas verloren zum Regiepult oder sonstwohin schauen. Das Szenen von einer surrealen Poesie, die man leider nicht nachstellen kann. Szenen die nur auf der Probebühne möglich sind.

Gleich geht’s zur dritten Chorprobe…

 

 

Probentagebuch 4.3.2014

Heute zum erstenmal Probe mit Manuela Uhl. (Bisher haben wir mit  Carola Glaser in der Rolle der Mirza/Gülnare geprobt). Das gab ziemlich interessante neue Impulse für die Szenen.
Morgen früh um 10 geht’s weiter…

Hier ein künstlerisch wertvolles Selfie.

Jürgen Endrk & Manuela

The tremendous Trio: Manuela, Jürgen & Endrik…

Probentagebuch 1. 3. 2014

Die karnevaleske Unterbrechung der Proben gibt mir Zeit über einige Dinge nachzudenken: z.B. wo stehen wir mit den Proben? Wohin führt das alles? Was bedeutet es, wenn wir bei den Filmeinspielungen Ausschnitte aus einem Film über den  berühmten Todesritt der leichten Brigade am 25.10.1854 zeigen? Einen Angriff der englischen 3th Light Dragoons, 17th Lancers und 11th Hussars im Krimkrieg über den ein Augenzeuge, der französische General Pierre Bosquet sagte: „C’est magnifique, mais ce n’est pas la guerre, c’est de la folie“

CatonWoodvilleLightBrigade

Cannon to right of them,
Cannon to left of them,
Cannon behind them
  Volley’d and thunder’d;
Storm’d at with shot and shell,
While horse and hero fell,
They that had fought so well
Came thro‘ the jaws of Death,
Back from the mouth of Hell,
All that was left of them,
  Left of six hundred.

oder wie Zanga im Prolog der Oper singt:

Zanga.

Seht nur erst ein Schlachtgefild‘, Hört nur erst Trompeten klingen,

Die Luft erschüttert, Die Erd, die Erd erzittert Von Pferdegestampf,

Laut toset der Kampf. Ha! Die Feinde, sie wanken, Die Feinde, sie weichen!

Mir nach, mir nach Über Freundes und Feindes Leichen.

Sieg, rufet es, Sieg! Herr, das ist leben! Es lebe der Krieg!

Rustan.

Oh, halt ein! Du tötest mich!

Und während wir all dies überlegen, proben, machen und schneiden, gehen auf der Krim wieder Regimenter in Gefechtsbereitschaft…

 

Probentagebuch Donnerstag, 20.2.2014

Heute etwas mühsames Vorwärtskommen mit einer intensiv-emotionalen Entladung meinerseits. Aber trotzdem zeigt sich immer mehr wie die Szenen von der Stimmung her zusammengehen. Am Ende der Abendprobe noch der Versuch den guten alten Harpo Marx Bein – Trick mit Endrik und Mark zu inszenieren. Endrik war noch nicht ganz überzeugt… Mal sehen…

Hier Harpos „Leg routine“: