Schlagwort-Archive: Mark Morouse

Und schon wieder ne Kritik

Hier der link zur  Kritik von Bernhard Hartmann in der Kölnischen Rundschau.

Und hier einige Auschnitte:

Die Premiere von Walter Braunfels‘ „Der Traum ein Leben“ ist an der Bonner Oper umjubelt worden. Das Publikum wurde von Jürgen R. Weber und seinem Team mit fantasievollen, oft schrägen, manchmal überzeichneten Bildern gefüttert.

Wenn etwa der Märchenkönig im Maul eines Drachen steckend um Hilfe ruft oder der großartig aufgelegte Tenor Endrik Wottrich als Rustan auf einem Bett stehend über die Bühne schwebt. Weber lässt viel Volk in tollen, von Kristopher Kempf entworfenen Fantasy-Kostümen aufmarschieren. Und Hank Irwin Kittel zaubert eine expressionistisch inspirierte Landschaft auf die Bühne, die zugleich Projektionsfläche für Mariana Jocics Videos ist.

(…)

Weber tut gut daran, die Erzählung (…) nicht als todernste Allegorie auf Macht und Machtmissbrauch zu bebildern, sondern ganz unverkrampft als Märchen-Satire. Dass der Regisseur die Ebene der Realität vor einem umgedrehten Theaterprospekt spielen lässt, der dem Publikum suggeriert, selbst auf der Bühne zu sitzen, ist dabei ein genialer Coup.

(…)

Warum diese Oper nie den Weg auf die Bühnen fand, bleibt nach diesem Abend ein Rätsel. Zumal auch die Gesangspartien überaus reizvoll sind.

Neben dem auch stimmlich sehr überzeugenden Wottrich begeistern vor allem der Bariton Mark Morouse mit großartiger Präsenz als Zanga und Sopranistin Manuela Uhl mit hinreißend gesungenen Melodien als Mirza/Gülnare. Der Bass Rolf Broman gefällt als Massud und König, dessen insektenhafte dritte und vierte Hand von der scheinbar an seinem Rücken klebenden Katharina Wilting stammen. Anjara I. Bartz trumpft als „Altes Weib“ auf. Auch die kleineren solistischen Rollen sind mit Graham Clark und Johannes Mertes sehr gut besetzt. Den Opernchor hatte Volkmar Olbrich bestens auf seinen anspruchsvollen Einsatz vorbereitet. Dass Ludwig Grubert als Darsteller der einzigen Sprechrolle (Der Mann vom Felsen) zum Schlussapplaus nicht zu sehen war, lag daran, dass sich hinter diesem Pseudonym der Mann im Schottenrock verbarg.

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Kritik von Henning Hübert in SWR 2

Hier die Kritik von Henning Hübert.

Und hier einige Ausschnitte:

Der Traum ein Leben“ von Walter Braunfels nach (…) Franz Grillparzer ist eine Oper, die gut anhörbar ist und eine nachvollziehbare Handlung bietet. (…) Jürgen R Weber (…) macht aus diesem Stoff nun ein mit enormem Aufwand und viel Liebe zum Detail produziertes, ernstes Besserungs-Theater.

(…)

Der Dirigent Will Humburg bringt die handschriftliche Partitur durch das Beethoven Orchester Bonn zu voller Blüte. Zweieinhalb Stunden schwelgen er und die Musiker in spätromantischen vollen Tönen. Das Publikum dankte mit vielen Bravos – besonders den Sängern. Die meisten bekam Mark Morouse in der Rolle des Dieners Zanga. Ihn konnte man sehr gut verstehen, auch ohne die Übertitel mitzulesen. Wer dann noch die Regieanweisungen ausblendet und das Programmheft erst später liest, für den kann es in Bonn sogar schön spannend werden.

Walk like a director…

Bühnenorchesterprobe:

Director Jürgen R. Weber walks during a orchestra/stage rehearsal hin und her. You can see the dragon and conductor Will Humburg in the monitor and hear Baritone Mark Morouse sing… And in the end, Susanne, the prompter tells everyone the cue-word: „die Luft“

Probentagebuch 20.3.2014

Ein kompletter Klavierdurchlauf am Morgen.(Bis 13:30) Einige wenige Sprünge aber endlich haben wir das Ende mit dem Damenchor Mal gemacht… Dann wieder Licht und Videos für den 3. Akt (Bis 18 Uhr) dann ab 19 Uhr Bühnenorchsterprobe 2. Akt (bis 23 Uhr). Hier eine Stelle von der Seitenbühne: Unser wunderbarer Mark Morouse schmeißt als Zange einige eingeforene Studenten um.

Zanga

Platz da, Platz! Ich bin vom Hause!

Ha ha! Das geht vortrefflich! Unser Rustan wirkte Wunder!

Und der Feind, er steht verblüfft;

Ihm, der kam zu leichtem Krieg,

Dünkt der Rückzug jetzt schon Sieg.

Sneak Peek / POV Osmin / Zangas tale…

Oper Bonn / Der Traum ein Leben / Rehearsal 1st act

Zangas tale sung by Mark Morouse.

conducted by Will Humburg

piano Akiko Nozue

demonic looks Endrik Wottrich

ZANGA

Mittag war es, und die Jäger,

Kamen alle, Auf dem Wiesengrund zusammen,

Unter ihnen war Osmin, Ein verwöhnter trotz’ger Junge,

tat denn gar breit und groß,

More questionnaire-madness: Mark Morouse

Your favourite colour?                                                                                                Blue

Your favourite meal?                                                                                                      Mexican Food! – Quesadilla, Chimichanga… (Rhymes with „Zanga“!)  😉

Your favourite animal?                                                                                        Although I don’t own one at the moment, I love dogs – the bigger, the better!

Your favourite sport?                                                                                                    Golf

Your favourite TV-show?                                                                                                    Tatort; Sport Broadcasts

Your favourite author (prose)?                                                                             Harlan Coben, John Grisham

Your favourite piece of art?                                                                                         Too many to name!

Your favourite lyricist?                                                                                          Goethe, Schiller

Your favourite person in History?                                                                               No ranking possible!

Your favourite character on the opera-stage?                                             Whichever I happen to be playing at the moment.

Your favourite  composer?                                                                                        Also too many – depends on the genre. Opera: Puccini, Wagner

Your favourite aria?                                                                                                   Jago’s „Credo“, Wotan’s „Abschied“

Your favourite piece of music?                                                                            Impossible – the list is too long!

Your chief characteristic?                                                                                         Open, honest, affectionate

Your motto?                                                                                                                  „Do unto others…“

Your main fault?                                                                                                                  Self-criticism, procrastination

What is your present state of mind.                                                                            Irritation (at filling out this questionnaire rather than doing the things I should be doing!, see above!)

How do you want to die?                                                                                             Old and Healthy!

Your idea of misery                                                                                                         I’d rather not think about that

Your idea of happiness?                                                                                       Making my family happy

Proben-Tagebuch Montag 24. Februar 2014

Vormittags sind wir nochmal den ganzen Prolog durchgegangen. Es ist schon erstaunlich was für Assoziationen einem beim Proben durch den Kopf gehen: Beim „Regietheater“-mäßigen Prolog das Semper-Oper Intendanten – Schleudersitz, beim 2. Akt mit seinem Volksaufstand gibt es erstaunliche Parallelen zur revolutionären Majdan – Dynamik…

Anyway…. hier mal ein kurzes Video… Neulich auf der Probebühne…

Es singen Mark Morouse, Endrik Wottrich. Es dirigiert Will Humburg…